Die Zeiten, in denen Hängeschränke in jeder Küche zu finden waren, sind vorbei. Inzwischen gibt es viel schickere Lösungen, von denen wir hier vier Küchenbeispiele vorstellen möchten.
Deckenhohe, nahtlos nebeneinander montierte Hängeschränke sind in der klassischen Einbauküche ein beliebter Stauraum und Aufbewahrungsort für allerlei. Doch was hier auf den obersten Einlegeböden lagert, gerät aufgrund der umständlichen Erreichbarkeit mit den Jahren oft in Vergessenheit. Küchenplanern gefallen Oberschränke ohnehin immer weniger. Bei einer offen gestalteten Wohnküche sind Hängeschränke erst recht fehl am Platz. Eine moderne Küchengestaltung interpretiert die Wände einer Küche auf gekonnte Weise neu.
Küche ohne Hängeschränke: Mehr Platz für Stil
Ein Beispiel ist das eher kleine offene Regal im Titelbild, das die Rückwand hinter der Spülenzeile eher ziert als füllt. Es ist ideal für schöne Küchenpflanzen, dekoratives Geschirr oder Lieblingstassen, die permanent benutzt werden. Dieses Regal ist eine schöne Kombination aus einem schwarzen Stahlrahmen, der vier schmale, lange Eichenborde gerade übereinander fixiert. Dahinter erstreckt sich eine wandfüllende Marmoroptik, die für einen klasse Look sorgt. Deckenspots sorgen für eine schöne Beleuchtung.
Eine andere Idee: Schiebetürregale anstelle von Oberschränken: Diese sind auf der Innenseite oben mit LED-Streifen ausgestattet, die den darunterliegenden Bereich dekorativ ausleuchten. Durch das Verschieben der Türen kann die Optik des vielseitigen Schrankelements variiert werden. Die offenen Bereiche können als Abstellfläche für Dekoratives oder Gewürze genutzt werden. So entsteht auch ein Dach für die darunter angebrachten Gewürzhalter und die Relingstange. Hier können Küchenhandtuch und Küchenwerkzeug geschützt und griffbereit aufgehängt werden.
Freiraum für die Wand: Moderne Lösungen statt klassischer Hängeschränke
Im Küchenbeispiel unten sorgt ein Regal mit beleuchtetem Innenraum und geschwärzten Glaslamellen für eine ganz neue Gestaltung des Bereichs über dem Spülbecken. Je nach Stellung der Lamellen entstehen immer wieder andere Lichteffekte, da sie die an der Oberseite des Regals installierte Lichtquelle unterschiedlich reflektieren. Eine integrierte Beleuchtung in der Schrankunterseite sorgt für ausreichend Licht auf der Arbeitsplatte. Bedient werden die Lamellen per Funkschaltung. Die drei Bereiche lassen sich getrennt steuern:
Zum Schluss gibt es noch eine besondere Küchengestaltung zu sehen, bei der zwei Hochschränke wie zwei Säulen mit einem Regalbord dazwischen verbunden sind:
Die Hochschränke rahmen die Arbeitszone ein und geben ihr eine klare, architektonische Struktur. Über dem Spülbereich spannt sich eine schwarze Relingstange, die genau im richtigen Abstand zur Wand sitzt: funktional erreichbar, aber optisch leicht. Darüber schwebt ein offenes Regalbord, das die Vertikalität der Hochschränke auflockert. Es ist bewusst minimalistisch gehalten, sodass Pflanzen, Gläser oder kleine Accessoires dort wirken können, ohne Unruhe zu erzeugen. Zusammen entsteht eine harmonische Dreierkomposition.
Luftig, offen, anders: Neue Ideen für Ihre Küchenwände
Im tollen Kontrast dazu die rechts davon mittels Trockenbau wandbündig eingebaute Regal-Unterschrank-Kombination. Mit ihrer halbkreisförmigen linken Seite wirkt sie umso kunstvoller. Die schwarzglasigen Vitrinenschränke passen wunderbar zum dunklen Graugrün der Küchenmöbel. Die linksseitig frei schwebenden Steckborde darüber schaffen eine ausgezeichnete Stellfläche für die Dinge, die man gerne sehen und zeigen möchte.
Kommentare (0)