Auszug mit marmorierten Naturstein-Fronten in einer Küche von Pronorm

Küchenqualitätskennzeichen

Woran erkennt man Küchenqualität? Hat nur der Profi einen Blick dafür? – Nein, auch der Laie kann die gute von der schlechten Einbauküche unterscheiden, denn hierfür gibt es eine Reihe von Prüfzeichen, Zertifikaten und Merkmalen.

Markennamen, Zertifikate, Prüfzeichen, Garantie

Erkundigen Sie sich in Ihrem Küchenstudio, welche Küchenmarken Ihnen hier geboten werden. Marken, mit denen das Küchenstudio schon lange zusammenarbeitet, haben sich sicherlich bewährt. Bei renommierten Herstellern – zu den bekanntesten zählen Ballerina, Häcker, Leicht, Nobilia, Pronorm, Schüller – können Sie davon ausgehen, dass deren  Küchen in vielfacher Hinsicht zertifiziert sind, z. B. mit

  • den Normen ISO 9001 und ISO 14001. Diese verbürgen für ein geprüftes Qualitätsmanagement und Umweltmanagement nach DIN ISO 9001;
  • der vom TÜV vergebenen GS-Plakette für geprüfte Sicherheit. Belastbarkeit, Materialkonsistenz und Bedienkomfort sind die Grundlage für lange Haltbarkeit;
  • einer Zertifizierung nach PEFC. Sie bescheinigt, dass der Hersteller Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen verwendet;
  • dem goldenen M. Dieses RAL-Gütezeichen für Möbel belegt, dass bei der Herstellung der Küchenmöbel auch Richtwerte bei gesundheitsschädlichen Stoffen eingehalten wurden – wie Formaldehyd, Restlösemittel und flüchtige Verbindungen. Dafür steht auch der CARB2/TSCA P2-Standard und die Einordnung in Emissionsklassen von A (sehr gut) bis D (nicht so gut).
  • Eine Auszeichnung als Klimaneutraler Möbelhersteller wie sie bspw. der Massivholzküchenhersteller Decker besitzt, belegt sogar eine ausgeglichene CO2-Bilanz für einen vorbildlichen Klimaschutz.
  • Auch der Label-Hinweis „Made in Germany“ lässt auf einen gehobenen Mindeststandard schließen.


Für Küchenqualität bürgen auch längere Händlergarantien. Diese sollte mindestens bei fünf Jahren liegen. Besser sind zehn Jahre. In seltenen Fällen werden sogar lebenslange Garantien vergeben.

Merkmale solider Verarbeitung

Die Qualität einer Küche lässt sich natürlich auch mit bloßem Auge beurteilen. Achten Sie auf Details wie das Material von Fronten, Arbeitsplatte, Fachböden und Korpus:

  • Folienbeschichtung ist die billigste Ausführung und schnell verschlissen. Widerstandsfähiger, aber auch noch leicht verkratzbar sind Schichtstoffe. Melaminharzbeschichtung (MDF) ist dagegen sehr robust. Sind die Oberflächen lackiert, lassen Sie sich den Lackaufbau beschreiben.
  • Bei der Arbeitsplatte sind kunststoffgebundene Mineralplatten und Granitarbeitsplatten am langlebigsten.
  • Einlegeböden sollten auf allen sechs Flächen beschichtet sein, nicht bloß an den sichtbaren Seiten und Kanten. Außerdem sollten sie einem Gewicht von 50 kg pro qm standhalten.
  • Beim Korpus stehen 16 mm starke Seitenwände im senkrechten und 19 mm im waagerechten Bereich für hohen Standard.

 


Hängeschrank mit Klappscharnieren aus Metall in einer Küche von Pronorm

Prüfen Sie auch die Beschlagtechnik:

  • Auszüge sollten gedämpft und auf den letzten Zentimetern von selbst schließen.
  • Klapptüren sollten mit dreidimensional verstellbaren Clipscharnieren aus Metall befestigt sein. Die Scharniere selbst sollten mit Euroschrauben, nicht mit Spaxschrauben befestigt sein.
  • Küchenschranktüren sollten sich auf mindestens 105 Grad öffnen lassen.
  • Schubladen sollten mit Metallzargen, verdeckten Laufschienen und Vollauszug ausgestattet sein.
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