Runde schwarze Blanco Küchenspüle von oben gesehen

Küchenspülen-Arten

Rund, eckig, flach, tief, aus Stahl oder Stein – bei Küchenspülen gibt es mehr Entscheidungen zu treffen, als man zunächst denkt. Wir erklären, welche Materialien sich bewährt haben, wie sich die verschiedenen Einbauarten unterscheiden und welche Spülenform zu welchem Küchenalltag passt.

Materialien: Edelstahl, Keramik, Mineralwerkstoff

Spülbecken und Armatur in Gold

  • Emaillierte Spülbecken sind von anno dazumal. Heute ist dank Kunststein, aber auch im Keramikbereich fast jede Farbe möglich.
  • Edelstahl weist schnell Kalkflecken auf und ist auch schneller zerkratzt. Dafür gibt es Edelstahlspülen inzwischen auch in Kupfer-, Gold- oder Messingoptik, zusätzlich noch in Sonderfarbgebungen wie Platin oder "Gun Metal".
  • Weiße Keramik ist so gut wie unzerstörbar und aus der Landhausküche nicht wegzudenken. Allerdings bildet Tee oder Kaffee hier schnell Flecken, die sich mit dem Küchenschwamm und speziellen Reinigern aber gut entfernen lassen.
  • Wenn von Granitspülen die Rede ist, ist natürlich keine aus Naturstein gemeißelte Küchenspüle gemeint. Vielmehr handelt es sich um Kunststein, der aus Quarzsand – dem härtesten Bestandteil von Granit – gefertigt wird. Dieser Mineralwerkstoff wird oft noch mit Silberbestandteilen angereichert, was einen antibakteriellen Hygieneschutz mit sich bringen soll. Generell ist eine Kunststeinspüle genauso widerstandsfähig wie eine Keramikspüle, glänzt aber nicht so.

 

Einbau der Küchenspüle: plan oder erhöht

1. Unterbauspüle

Unterbau-Spüle EdelstahlWer den puristischen Wohnstil liebt, wird das sogenannte Unterbaubecken wählen. Dieses wird direkt unter dem passgenau gefertigten Arbeitsplatten-Ausschnitt montiert. Abtropffläche und Armaturenbank sind nicht vorgesehen – auch Armatur, Excenter-Bedienung oder Seifenspender werden direkt in der Arbeitsplatte installiert. Funktionaler Vorteil: Schmutzpartikel auf der Arbeitsfläche werden ohne jede Schwelle oder bremsende Fuge direkt ins Becken gewischt.

Flächenbündige Spüle

flächenbündig eingebautes Spülbecken in der KücheSpülen zum flächenbündigen Einbau sind häufiger in Küchen anzutreffen. Sie werden von oben in den vorbereiteten Ausschnitt der Arbeitsplatte eingepasst – idealerweise so, dass der Übergang nicht sichtbar ist und ohne Höhendifferenz. Die meisten flächenbündigen Spülen kommen mit Armaturenbank und Abtropffläche. Modern sind Abtropfflächen ohne Rillen, auch wenn Rillen den Trocknungsvorgang von abgestelltem nassen Geschirr unterstützen.

Arbeitsplatte und Spüle aus einem Guss

weisse Küchenspüle und Arbeitsplatte aus einem Guss Sind Arbeitsplatte und Spüle ein zusammenhängendes Stück, handelt es sich entweder um eine Sonderanfertigung oder einen fertigen Spülenblock. Beim Material kann Edelstahl genauso zum Einsatz kommen wie Keramik oder Mineralwerkstoff. In allen Fällen ist ein glatter, absolut fugenloser Übergang gewährleistet. Diese besonders stylische Lösung ist wahrscheinlich auch die kostspieligste – dafür aber ganz was Besonderes und sehr pflegeleicht.

Erhöht eingebaute Spüle

aufliegende weisse KeramikspüleDer Klassiker unter den Spülentypen ist die Einbauspüle mit mehr oder weniger erhöhtem Rand – bei einer Keramikspüle geht's kaum anders. Der Rand liegt auf der Arbeitsplatte auf und wird dort mit Silikon versiegelt. Vorteil: Das Überschwappen von Wasser wird gegenüber der flächenbündigen Variante eingedämmt. Nachteil: Krümel oder Schneidereste lassen sich nicht einfach ins Becken wischen. Armatur und Abtropfbereich sind bei dieser Art ein Stück mit der Spüle.

Spülstein

weisser Keramik-SpülsteinDer Spülstein erlebt gerade ein echtes Comeback – vor allem in Küchen mit Landhaus-Charakter oder einem bewusst rustikalen Stilmix. Im Unterschied zur klassischen Einbauspüle sitzt ein Spülstein nicht in der Arbeitsplatte, sondern auf oder vor dem Unterschrank. Typisch ist die massive, kastenförmige Bauweise mit sichtbarer Front und großzügigem, tiefem Becken. Gefertigt wird er meist aus Keramik oder Fireclay (einem besonders hochgebrannten Ton), was ihn extrem robust und langlebig macht. Wer einen Spülstein wählt, bekommt ein echtes Statement-Stück in der Küche – sollte aber wissen, dass die Montage aufwendiger ist und der Unterschrank das Gewicht tragen muss.

Form: Solo, Doppelspüle oder Eckspüle

kleiner dunkelgrauer Spülstein mit kleinem Extrabecken für Spülschwamm etcAls man noch keinen Geschirrspüler hatte, war die Doppelspüle plus Abtropffläche unbedingtes Muss. Ins zweite Becken wurde klares Wasser eingelassen, um das Geschirr von Seifenresten zu befreien. Auf der Abtropffläche ruhte es, bis es von selbst trocknete oder abgetrocknet wurde.

Seit die Geschirrspülmaschine diese Arbeit abnimmt, trifft man in modernen Einbauküchen immer seltener auf eine Doppelspüle. Dafür sind große, tiefe Spültröge modern geworden. Und es gibt Sonderformen für die Ecke – teilweise sogar mit einem zweiten kleinen Becken.

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