Rohes Gemüse - Paprika, Gurke, Fenchel, Karotte, Aubergine - auf einem Holz-Schneidebrett

Essen als Philosophie

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Veganer, Frutarier, Rohköstler oder Flexitarier? Zu welcher Gruppe zählst du dich? Essen ist längst zum Statement geworden. Forscher verorten im Bildungsbürgertum die meisten Vertreter der diversen Ernährungsstilrichtungen.

Auf einem silbernen Tablett angerichtete Salat-Bouquets
Ganz roh und mit Blüten ...

Vom Vegan Street Day bis zur Rohvolution Messe – die Abkehr von traditionellen Ernährungsgewohnheiten findet immer mehr Anhänger, das sieht man nicht nur an diesen beiden durch Deutschland tourenden Veranstaltungen. 1,3 Millionen Menschen leben nach Angaben der Ernährungsorganisation ProVeg in Deutschland vegan. Den Anteil der strikten Vegetarier unter den Bundesbürgern beziffert die Gesellschaft für integrierte Konsumforschung auf 2 Prozent. Laut Nielsen ist der Umsatz mit vegetarischen Produkten hierzulande im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent angestiegen.

Vegetarier essen kein Fleisch und kein Fisch, wohl aber Milchprodukte und Eier. Veganer nehmen gar keine Lebensmittel tierischer Herkunft zu sich, auch keinen Honig und auch nicht alle Obstäfte. Letztere sind nämlich oft mit Gelatine geklärt. Rohköstler gehen noch einen Schritt weiter und erhitzen nichts über 40 Grad: Die rohvegane Ernährung enthält bloß Obst und Gemüse, Trockenfrüchte, Nüsse, Samen, Keime und Sprossen. Noch strenger sind die Frutarier, denn sie essen nur, was die Natur freiwillig hergibt. Kartoffeln, Zwiebeln oder Rüben beispielsweise sind tabu, weil bei der Ernte die Mutterpflanze stirbt.

Gemüse-Wok-Pfanne in der Zubereitung
... oder doch lieber erhitzt?
Flexitarier sind in Sachen Ernährung – wie der Name schon sagt – noch am tolerantesten: Sie reduzieren Fleisch in ihrer Ernährung, aber eliminieren es nicht, kaufen kein Fleisch aus Massentierhaltung und achten insgesamt auf eine gesunde Ernährung. Laut GfK ist es inzwischen schon ein gutes Drittel aller Deutschen, welches bewusst wenig Fleisch isst. Die Erkenntnisse fußen auf Absatzdaten der Lebensmittelkonzerne und Verbraucherbefragungen. Eins muss uns klar sein: Diese Entscheidungsfreiheit in Sachen Essen ist der pure Luxus ...

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