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Tanja Dusy Healthy-Gold-Bowl EMF Verlag Rezeptfoto Nadja Buchczik Foodstyling Anton Enns

Buddha Bowls – super easy!

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Praktisches Wissen zu den vielen Varianten von Bowls in einem Buch, das dir die Zubereitung ganz leicht macht – ob fruchtige Frühstück-Bowl, herzhafte Hot Bowl oder coole Poké Bowl (falls du Sushi liebst). Mit vegetarischen und veganen Rezepten und solchen mit Fleisch oder Fisch. Dazu kommen passende, schnell fertige Toppings, Granolas, Dressings und Vinaigrettes!

Healthy-Gold-Bowl – Rezept von Tanja Dusy im Kochbuch Buddha Bowls, erschienen im EMF-Verlag. Foto: Nadja Buchczik, Foodstyling: Anton Enns
Healthy-Gold-Bowl u.a. mit Quinoa, Linsen, Feldsalat, Gelber Beete und Golden-Blumenkohl-Pickles – Rezept von Tanja Dusy im Kochbuch Buddha Bowls, erschienen im EMF-Verlag. Foto: Nadja Buchczik, Foodstyling: Anton Enns
Bowls – hätten nicht japanische Mönche diese Art Speise erfunden, man hätte es erfinden müssen! Doch Moment mal: Hatten wir's nicht längst? Wer ist nicht vorher schon mal, lang bevor Bowls bei uns berühmt wurden, auf die Idee gekommen, alle Essensbestandteile in einer Schüssel zu vermischen? Ich zum Beispiel nahm als Jugendliche, wenn Gelegenheit dazu war, die Salatschüssel (aus der sich vorher alle Familienmitglieder Portionen auf ihre Salatteller gepackt hatten) und vermischte darin das restliche Grün samt Dressing mit dem Reis, Gemüse und Fleisch von meinem Teller. Mmh – wie ich das liebte! Nur kam das bei Tisch nicht wirklich gut an: Meine Eltern waren pikiert, meine Oma amüsiert.

Heute muss ich mich nicht mehr schämen, wenn ich die unterschiedlichsten Zutaten – ob gekocht, roh, gebraten, gebacken – mit kalter Marinade statt heißer Soße in einer Schüssel vermische und esse. Denn: Bowls sind soetwas von angesagt! Klar wurde mir das 2016, als eine Kollegin mit mir ins Berliner "The Bowl" zum Essen ging. Wow, war ich begeistert! Leider hat das Restaurant wieder zugemacht. Dafür gibt es ähnliche Bowls jetzt in vielen anderen Lokalen. Sprich: Die Zeiten, in denen Schüsseln nur für Cornflakes und Suppe da waren und Salat nur gesondert gereicht wurde – die sind definitiv vorbei.

Buddha Bowl – ein Buch, das Appetit macht und motiviert

Buddha-Bowls super easy von Tanja Dusy, erschienen im EMF-Verlag
Buddha-Bowls super easy von Tanja Dusy, erschienen im EMF-Verlag
Nicht zuletzt hat mich das inspirierende Kochbuch von Tanja Dusy nun in die Lage versetzt, Bowls mit voller Absicht zuzubereiten. Wie leicht und schnell das geht, zeigt die erfahrene Kochbuchautorin mit über 50 verschiedenen Rezepten. Und auch, wie man seinen eigenen Best-of-Mix kreiert. Denn es gehört doch ein bisschen mehr dazu als bloße Resteverwertung: Hinter einer gelungenen Bowl steht das Konzept einer ausgewogenen Mahlzeit: Die Hälfte sollte aus frischem Gemüse (oder auch mal Obst) bestehen. Ein Viertel sollten proteinreiche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Eier, Milch oder Sojaprodukte ausmachen. Das andere Viertel besteht im Idealfall aus ballaststoffreichen Kohlehydraten wie zum Beipiel Vollkornreis, Hirse, Buchweizen oder Quinoa.

Die Bowls sollen aber nicht nur gesund sein, sondern auch ein anregendes Geschmacks- und Gaumenerlebnis bieten. Dazu bringt Tanja Dusy verschiedenste Aromen und vielfältige Texturen zusammen. Alle zusammen beflügeln sie das Verspeisen, Schmecken und Kauen: knackige Rohkost, rauchiges Ofengemüse, perliger Reis, weiche Avocado, saftige Mango ... Entsprechend heißen Tanjas Rezepte "Lila-Wunder-Bowl", "Seelentröster-Bowl" oder "Fat-Greek-Wedding-Bowl". Hört sich aufwändig an, ist es aber nicht: Die Angaben unter jedem Rezept und die Autorin versprechen, dass die Zubereitung kaum mehr Zeit benötigt, als es dauert, die Getreidebasis zu garen. Während also Reis oder Linsen quellen, lassen sich Möhren raspeln, Salatblätter zupfen, Garnelen braten ...

Keine Bowl ohne knusprige, cremige, scharfe oder süß-saure Add-ons

Green-Goddess-Smoothie-Bowl nach einem Rezept von Tanja Dusy im Kochbuch Buddha-Bowls, erschienen im EMF-Verlag. Foto: Nadja Buchczik, Foodstyling: Anton Enns
Green-Goddess-Smoothie-Bowl u.a. mit Grünkohl, Grapefruit, Avocado und Erdnussmus – Rezept von Tanja Dusy im Kochbuch Buddha-Bowls, erschienen im EMF-Verlag. Foto: Nadja Buchczik, Foodstyling: Anton Enns
Das ein oder andere Topping wird einfach in größerer Menge vorbereitet, zum Beispiel Tanjas "Every-Day-Granola" für süße Frühstück-Bowls. Oder "Blitz-Kimchi" – eingelegter Chinakohl – passt gut zu Fleisch, genauso wie zu Spiegelei. Wer das Süßsauer-Pikante liebt: Tanja hat auch schnelle Pickles-Rezepte entwickelt – mit Ingwer-Gurken, scharfen Zwiebeln oder süß-sauren Radieschen. Genauso fix lassen sich die "schnellen Dressings" zaubern – je nach Vorliebe à la Grünkohl, Hummus, Soja oder samtig cremig mit Buttermilch, Senf und Ahornsirup. Den meisten Bowls tut zudem ein Spritzer Mayonnaise gut. Dafür kommen Tanjas Rezepturen mit oder ohne Ei und ohne Milch aus.

"Buddha Bowls – Super Easy!" ist ein ideales Kochbuch, um sich in der Bowl-Küche vorzutasten, auszuprobieren und weiterzuentwickeln – sehr gut strukturiert und übersichtlich gestaltet, mit einer Menge großformatiger Fotos, die Lust darauf machen, sich mithilfe von Bowls auch gesünder zu ernähren. Falls du nämlich bei "Buddha Bowl" an den übergewichtigen Bauch einer Buddha-Figur denkst, liegst du insofern falsch: "Buddha Bowl" – so erklärt es Tanja Dusy einleitend – ist im buddhistischen Kloster diejenige Schüssel, die so groß ist, dass alle anderen Schüsseln gestapelt hinein passen. Vielleicht so groß wie eine typische 70er-Jahre-Salatschüssel!

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